Kleiner Reiseführer für unsere Gäste

Liebe Gäste des Knaubenhofs!

Dieser aus physisch geographischer Sicht geschriebene kleine Reiseführer soll Ihnen helfen, sich bei Ihrem Aufenthalt auf dem Knaubenhof in der Landschaft zu orientieren und sie besser zu verstehen. Ich hoffe, Ihnen damit Anregungen für Ausflüge in die Umgebung zu geben und dass Sie dabei ebenso viel Freude haben wie ich bei ihrer „Entdeckung“. 

Manfred Becker im Mai 1999.

Landeskunde Knaubenhof/ Otting und Umgebung

1. Geographische Lage und Grundzüge der Naturlandschaft
2. Klima
3. Flora und Fauna
4. Oberflächengestalt und Karsterscheinungen
5. Geologie
6. Die Kulturlandschaft
7. Fernverkehrsanbindung
8. Naturnahe Freizeitgestaltung in der näheren Umgebung

Ausflugsziele und Rundwege vom Knaubenhof aus

1. Ausflüge in die nähere Umgebung
2. Naturkundlich interessante Ziele
3. Spaziergänge / Wanderungen vom Knaubenhof aus
3.1. Wanderung um den Henthalhof
3.2. Wanderung über die  Pumperhöhle und den Weiher am Pavillon
3.3. Rundweg über Steinbruch, „Reingrube“ und Burgweiher
4. Radtouren vom Knaubenhof aus
4.1. Radtour ins Ries mit Baggersee, Aussichtsberg und Badeteich
4.2 Für prähistorisch Interessierte: mit dem Rad auf den Spuren der Kelten

Landeskunde Knaubenhof/ Otting und Umgebung

1. Geographische Lage und Grundzüge der Naturlandschaft

Der Knaubenhof liegt am Fuß eines sanften Südhanges am locker bebauten ehemaligen Ortsrand des kleinen Bauerndorfes Otting, das sich entlang des Möhrenbaches inmitten ausgedehnter Äcker und Wiesen in einer sanften Talmulde der gering besiedelten Monheimer Alb erstreckt.

Nur 6 km westlich vom Knaubenhof beginnt das Nördlinger Ries, ein flacher Meteoritenkrater, der die Grenze zwischen Fränkischer und Schwäbischer Alb bildet. Die Auswurfmassen dieses gewaltigen Meteoriteneinschlags vor 15 Millionen Jahren bilden den Gesteinsuntergrund der Landschaft.

Otting liegt knapp 500 m über dem Meeresspiegel etwas nordöstlich der flachen Wasserscheide zwischen Donau im Süden, Nördlinger Ries im Westen und Altmühl im Nordosten. Dementsprechend ist das Gelände nach Süden und Westen sanft ansteigend bis flach. Nach Nordosten zu werden die Wege bald ziemlich steil und die Täler enger.

Auf dem meist aus Kalkgesteinen bestehenden Gesteinsuntergrund entwickelten sich mächtige Decken aus Verwitterungslehm, die einen sehr fruchtbaren Ackerboden ergeben.

2. Klima

Das leichte Reizklima mit viel Sonne und geringer Luftfeuchtigkeit zeichnet sich auch durch lange, oft kalte Winter und warme, relativ trockene Sommer aus, in denen die durch die klare Luft kaum getrübte Sonne kräftig einheizt, so dass die vielen kleinen Bäche und Weiher sowie die Baggerseen im nahen Nördlinger Ries eine angenehme Erfrischungsmöglichkeit bieten. Abends macht sich die Höhenlage jedoch oft durch rasche Abkühlung bemerkbar.

3. Flora und Fauna

Diese Gunst der Landesnatur wird schon durch die zahlreichen keltischen Schanzen und Grabhügel in der Umgebung belegt. Heute nehmen Äcker und Wiesen den größten Teil der Flächen ein.

Vereinzelte, für die Landwirtschaft zu steile oder nasse Standorte und Kuppen werden meist von Fichtenforsten, z.T. auch von naturnahen Mischwäldern eingenommen. Heidelbeeren, Himbeeren und Walderdbeeren sind hier weit verbreitet.

Besonders in der nordöstlichen Umgebung kommen auch die für die Alb typischen Trockenrasengesellschaften mit einzelnen Kiefern und Wacholderbüschen auf flachgründigen Kalkböden vor.

In den Wäldern und Fichtenforsten kommen kalkliebende Pflanzen selten vor, obwohl Kalk meist den  Gesteinsuntergrund bildet. Die Kalkverwitterungslehme, auf denen sich die Böden gebildet haben, sind oft in den oberen Schichten entkalkt und die Nadelstreu, besonders der Fichtenforste, trägt einen Großteil zur Versauerung der Böden bei, so dass hier sogar Heidelbeeren häufig sind.

An den Wegrändern und auf Mähwiesen findet man jedoch noch eine Vielzahl bunter Wildpflanzen, in den Gräben oft Minze.

In der Fauna sind besonders die zahlreichen Greifvögel auffällig, die auf den weiten offenen Flächen ideale Jagdbedingungen vorfinden.

4. Oberflächengestalt und Karsterscheinungen

Dass die Landschaft durch Auswurfmassen des Meteoriteneinschlags in das Nördlinger Ries geformt wurde, sieht man noch an dem kuppigen Relief, besonders in der Nähe der Wasserscheiden etwa 4 km südlich und westlich von Otting, aber auch an dem nur etwa 23 m hohen Hügel am Nordrand von Otting. Die nähere Umgebung von Otting ist durch ein System von parallelen, etwa Ost- West- verlaufenden Talmulden gestaltet, die durch flache Rücken voneinander getrennt sind und oberirdisch über den Möhrenbach nach Norden entwässern. Die Wasserführung des Möhrenbaches ist jedoch, außer nach ergiebigen Regenfällen, sehr gering, weil viele Zuläufe in Ponoren und Bachschwinden versickern und Dolinen einige Gebiete entwässern.

An diesen Stellen ist die Verkarstung des Kalkgesteins in den Jahrmillionen bereits soweit fortgeschritten, dass das Regenwasser durch Kalkauflösung Abflusskanäle in den Untergrund geschaffen hat, in denen es direkt bis an den nördlichen Albrand bei Treuchtlingen fließt.

2 km westlich von Otting verschwindet ein Bach sogar in einer über 2 m hohen Höhle (Pumperhöhle). 500 m nördlich des Ottinger Burgweihers liegt ein Ponor (trichterförmige Bachversickerung) direkt am Wegrand, 300 m weiter westlich findet man am Waldrand eine meist wassergefüllte Doline.

Auf den weitgespannten, flachen Hängen und in den Gräben ist die Lehmdecke jedoch meist so dick, dass das Wasser an der Oberfläche bleibt und neben der Anlage von Weihern auch eine gute Wasserversorgung der Feldfrüchte ermöglicht.

Für die Alb typische Kalkfelsenlandschaften findet man z.B., 3 km nordöstlich von Otting, am Südostrand von Rehau (4 ha großer Hügel mit Wacholderheide) und im 10 km östlich von Otting beginnenden Röglinger Trockental (größere Abschnitte) sowie im Altmühltal, ca. 20 km östlich von Otting. (Nähere Hinweise s.u. Ausflugsziele!)

5. Geologie

Der autochthone (hier ursprünglich entstandene) Weißjurakalk wurde vor 150 Millionen Jahren am Rande eines tropischen Meeres mit Korallenriffen und Lagunen aus den verfestigten Kalkskeletten, Schalen und Ausscheidungen seiner Bewohner gebildet.

Mit der Kreidezeit begann vor etwa 140 Millionen Jahren die Hebung der Fränkischen Alb und damit die Phase der festländische Abtragung, Gesteinsverwitterung und Verkarstung.

Im Tertiär, vor genau 14, 8 Millionen Jahren schlug ein riesiger Meteorit in den Nordrand der Alb ein und schuf so den über 20 km breiten Krater, den wir das „Nördlinger Ries“ nennen. Der Aufprall riss ein mehrere hundert Meter tiefes Loch in die Landschaft, das sich mit Wasser füllte und erst vor ca. 2 Millionen Jahren wieder verlandete. Der Druck des aufprallenden Meteors war so groß, dass riesige Mengen des Juragesteins und auch tiefere Gesteine bis zu 20 km weit in die südwestliche Umgebung geschleudert wurden, wo sie den größten Teil der Fläche bedecken (Vorries).

Diese Auswurfmassen bestehen überwiegend aus der sogenannten „Bunten Brekzie“, einem Gemisch aus verschiedenen Gesteinsfragmenten in allen Größenordnungen, das - im Gegensatz zum Suevit - keine geschmolzenen Fragmente besitzt und daher überwiegend aus Kalk besteht.

Der Suevit („Schwabenstein“) stammt aus größerer Tiefe des Kraters und entstand bei sehr großem Druck und Hitze, so dass das Gestein teilweise aufgeschmolzen wurde. Er führt neben „vulkanischem“ Glas und kristallinen Gesteinen des Grundgebirges auch pseudovulkanische Aschen. Aufgrund seiner hohen Porosität durch zahlreiche Lufteinschlüsse und seines geringen Gewichtes bei hoher Festigkeit ist er ein beliebter und regional verbreiteter (auch im Knaubenhof) Mauerstein, der bis nach München und Berlin Verwendung an öffentlichen Gebäuden gefunden hat. Der Suevit ist nur örtlich vorhanden - als bis zu 58 m mächtige Auflagerung der Bunten Brekzie, sein Abbau längst eingestellt.

Der Ottinger Steinbruch erschloss die größte Suevit- Lagerstätte. In seinem Gestein wurde 1977 ein Mineral identifiziert, das nur bei extrem hohen Drücken entsteht (z.B. beim Meteoriteneinschlag). Damit war die lange Zeit favorisierte vulkanische Riesentstehungs- Theorie ad acta gelegt. Heute gilt das Ries als besterhaltener Meteoritenkrater der Erde. (Die NASA schickte sogar ihre Apollo- Astronauten zur Schulung nach Otting.)

Die größte Verbreitung als Ausgangssubstrat für die Bodenbildung hat in der westlichen Monheimer Alb der mächtige Alb- Lehm, der aus der Jahrmillionen andauernden Verwitterung des Gesteins an der Erdoberfläche entstand und eine Grundlage des Ackerbaus bildet.

Nur örtlich verbreitet sind die „Monheimer Höhensande“. Hierzu gehören Lockersedimente vermutlich jungtertiären Alters wie Sande, Tone, Flussgerölle etc. Sie sind Zeugen eines sich nach dem Meteoriteneinschlag mehrfach neu einstellenden Gewässernetzes: Zunächst wurden durch die Auswurfmassen Täler teilweise verschüttet und so der nach Süden zur Donau gerichtete Abfluss versperrt, bzw. umgeleitet. Bei Treuchtlingen bildete sich dadurch der Rezat- Altmühl- Stausee, der durch zahlreiche Sedimentuntersuchungen belegt ist. Auch bei Bauarbeiten für die Eisenbahnstrecke durch die Alb wurden verschüttete Täler entdeckt.

Die seit dem Quartär vor etwa 2, 5 Millionen Jahren einsetzende neuerliche Anhebung der Alb führte u.a. dazu, dass der Ur- Main nicht mehr zur Donau, sondern nach Westen, zum Rhein fließt.

Die seit dem verstärkte Erosion hat zum tiefen Einschneiden der Altmühl und der Unterläufe ihrer Nebenflüsse geführt. Deren Oberläufe wurden von der rückschreitenden Erosion noch nicht erreicht und haben daher noch muldenförmige Querschnitte, die Bereiche der Wasserscheiden noch Hochflächencharakter.

6. Die Kulturlandschaft

Erste Zeugen menschlicher Besiedlung finden sich im Nördlinger Ries in den Offnethöhlen bereits aus der Steinzeit. In der Eisenzeit war die Gegend offenbar ein Zentrum keltischer Kultur, wie die zahlreichen Grabhügel und Viereckschanzen in der näheren Umgebung belegen. Auch die Römer bezogen die Region durch den nordöstlich verlaufenden Limes in ihr Herrschaftsgebiet ein. Da die meisten heutigen Orte der Umgebung (wie auch Otting) frühmittelalterliche Namensendungen haben, darf man davon ausgehen, dass die Gegend zum Altsiedelland gehört, das seitdem kontinuierlich bewohnt war.

Heute ist die Kulturlandschaft durch kleinbäuerlichen Fleiß und Frömmigkeit geprägt: zahlreiche Kruzifixe und Heiligenbildchen verzieren Feld und Wald. Die vielen kleinen dorfständigen Bauernhöfe sind meist noch in traditioneller Form erhalten, Modernisierungen und Intensivbetriebe sieht man sehr selten. Häufig hilft noch die ganze Familie auf dem Feld mit, z.B. beim Heumachen. Alte, kleine Traktoren sind die Regel, vieles wird von Hand gemacht. Viele Höfe werden nur noch als Nebenerwerb geführt.

Durch die dorfständige Siedlungsform und das fast gänzliche Fehlen von Streusiedlung ist das Landschaftsbild noch gut erhalten. Dorferweiterungen durch moderne Einfamilienhäuser sind jedoch häufig.

Industrieanlagen gibt es nur in sehr begrenztem Maße, etwa in der Kreisstadt Monheim oder am Rand des Nördlinger Rieses. Landwirtschaft ist das absolut vorherrschende Gewerbe. Nur Steinbrüche (sogenannter Jura- Marmor, d.i. Korallenriff- Kalk ) und Sandgruben im Nördlinger Ries sowie kleinere Schottergruben (sprödes Kalkgestein) finden sich als Industriebetriebe auch außerhalb der kleinen Städte. Die früher sehr begehrten Solnhofener Schiefer (mm-dünne Kalk- Mergel- Schichten) haben, besonders im Nordosten, zahlreiche Steinbrüche hinterlassen, in denen berühmte Fossilien gefunden wurden, die heute z.T. in den örtlichen paläontologischen Museen ausgestellt werden.

7. Fernverkehrsanbindung

Nur über die 3 km östlich von Otting verlaufende, gut ausgebaute B 2 ist Otting an das Fernstraßennetz angeschlossen. Da auch die Bevölkerungsdichte hier gering ist, ist die Belastung durch motorisierten Verkehr sehr niedrig.

Der 2 km nordöstlich von Otting gelegene Bahnhof Otting- Weilheim wird stündlich von der Regionalbahn Nürnberg - Treuchtlingen - Donauwörth - Augsburg angesteuert.

8. Naturnahe Freizeitgestaltung in der näheren Umgebung

Die offene Landschaft um den Knaubenhof mit nur geringen Höhenunterschieden bietet sich zum Radfahren, Wandern und Spazieren gehen geradezu an. Durch das lebhafte Relief ergeben sich ständig neue Ausblicke über Felder, Wiesen und Wälder.

Die sehr geringe Verkehrs- und industrielle Belastung sorgen für ungetrübten Naturgenus in Ruhe und klarer Luft. An Feldrändern und auf Heuwiesen gedeiht eine artenreiche Flora, am Himmel kann man viele Greifvogelarten beim Gleitflug beobachten. Zahlreiche Bäche und Weiher beleben die Landschaft.

In den Wäldern und Forsten kann man Himbeeren und Walderdbeeren oder Wildgemüse sammeln oder einfach auf einer Lichtung oder an einem Bach die Zeit verstreichen lassen.

Im Sommer gibt es schöne Bademöglichkeiten im Weiher an der Olachmühle und am Baggersee im Nördlinger Ries (beide etwa 10 km südwestlich gelegen).

Für geologisch Interessierte finden sich in den aufgelassenen Steinbrüchen, aber auch auf brachliegenden Äckern,  reichlich Gelegenheiten, nach Fossilien zu suchen. Der nordöstlich von Otting oft vorkommende „Solnhofener Schiefer“ ist für seinen paläontologischen Reichtum bekannt, der auch in den örtlichen Museen ausgestellt wird. Beim „Steinklopfen“ in Steinbrüchen sollte man natürlich feste hohe Schuhe tragen und nicht zu nahe an die Böschungen herantreten.

Ausflugsziele und Rundwege vom Knaubenhof aus

1. Ausflüge in die nähere Umgebung

Die offene Landschaft um den Knaubenhof mit nur geringen Höhenunterschieden bietet sich zum Radfahren, Wandern und Spazieren gehen geradezu an. Durch das lebhafte Relief ergeben sich ständig neue Ausblicke über Felder, Wiesen und Wälder.

Die sehr geringe Verkehrs- und industrielle Belastung sorgen für ungetrübten Naturgenuss in Ruhe und klarer Luft. An Feldrändern und auf Heuwiesen gedeiht eine artenreiche Flora, am Himmel kann man viele Greifvogelarten beim Gleitflug beobachten. Zahlreiche Bäche und Weiher beleben die Landschaft.

In den Wäldern und Forsten kann man Himbeeren und Walderdbeeren oder Wildgemüse sammeln oder einfach auf einer Lichtung oder an einem Bach die Zeit verstreichen lassen.

Im Sommer gibt es schöne Bademöglichkeiten im Weiher an der Olachmühle und am Baggersee im Nördlinger Ries (beide etwa 10 km südwestlich gelegen).

2. Naturkundlich interessante Ziele

zu Fuß erreichbar:

Die Pumperhöhle 3 km östlich von Otting: Nicht ausgebaute, über 2 m hohe Höhle, in die ein Bach verschwindet, auf einer großen Wiese mitten im Wald gelegen. (vgl. Wanderung 3.2)

  Der stillgelegte Ottinger Steinbruch: Größtenteils verwildertes Feuchtbiotop, in der Nordhälfte gute Aufschlüsse des Suevits. (vgl. Spaziergang 3.3)

  Ponor Reingrube: Am Feldweg 500 m nördlich des Ottinger Burgweihers gelegene, 8 m tiefe, trichterförmige Hohlform in einem Feld, in die ein Bach mündet, der 15 km nördlich bei Treuchtlingen wieder zu Tage treten soll. 200 m westlich davon, am Waldrand, liegt eine oft wassergefüllte Doline (vgl. Spaziergang 3.3).

  Flussgerölle auf  der Anhöhe südlich des Henthalhofes: interessante Steine. (vgl. Wanderung 3.1)

Stillgelegter Steinbruch 1 km nordwestlich von Weilheim (3 km nordöstlich von Otting): autochthoner Weißjurakalk (verm. Solnhofener Schiefer). Am Südrand an der Straßenböschung schöne Trockenheide mit einzelnen Kiefern und zahlreichen Heuschrecken.

  Verkarsteter Kalkhügel mit Felsgruppen und Trockenheide mit Wacholdern und Kiefern: Südrand von Rehau, 4 km nordöstlich von Otting. Ideal zum Versteck- Spielen oder Picknicken.

  Quelle „Distelbrünnle“ am Distelweiher: 6 km östlich von Otting, mitten im Wald gelegene, eingefasste Quelle am Südufer des „Spitzschlagweihers“, 400 m östlich der B 2 und südlich der Straße von der B 2 nach Wittesheim

per Rad oder PKW erreichbar:

Monheim- Liederberg (15 km östlich von Otting): Warchinger Tal der meist wasserlosen Gailach mit idyllischer Heidelandschaft, nur zu Fuß erreichbar.

Maxberg (20 km nordöstlich von Otting): Fossilienmuseum (Tel. 09145/411)

Treuchtlingen (15 km nördlich von Otting): Thermalbad, Kanuverleih, Altmühltal

Thalmässing (45 km nordöstlich von Otting): Keltenmuseum und 16 km langer archäologischer Wanderweg (Tel. 09173/9134 oder 09171/81329)

Wemding (6 km westlich von Otting): Waldsee - Freibad

Oettingen (20 km nordwestlich von Otting): Flussfreibad und Kanuverleih (Tel.09082/70951)

Huisheim - Gosheim (10 km südwestlich von Otting): Schwalbbach und benachbarter Baggersee, Weiher an der Olachmühle, Aussichtsberg über das Nördlinger Ries (Mähhorn, vgl. Radtour).

Nördlingen (23 km westlich von Otting):, kreisrunde Altstadt mit voll erhaltener Stadtmauer, Riesmuseum (Tel.09081/4380 oder 09081/84116)

Riesbürg (25 km westlich von Otting): Archäologische Fundstätte Ofnethöhlen, vor- und frühgeschichtliches Goldbergmuseum (Tel.09081/3245)

Bopfingen (35 km westlich von Otting): „Ipf“= Keltische Kultstädte auf Hügel am Riesrand

Beschilderte Radwege gibt es ab Wemding (Anfahrt: wie Radweg 3.2., aber nach Heidmersbrunn immer geradeaus. Für sportlichere Fahrer könnte auch die etwa 70 km lange beschilderte Strecke von Otting über den „R1“ nach Monheim, Röglinger Tal und Solnhofen. Von dort an der Altmühl aufwärts bis Treuchtlingen. Dort links über den ausgeschilderten „Möhrenbach“- Radweg nach Otting.

3. Spaziergänge / Wanderungen vom Knaubenhof aus

Die folgenden Empfehlungen für Spaziergänge, Wanderungen und Fahrradtouren führen zu einigen der interessantesten Orte in der Umgebung des Knaubenhofes. Ihre Auswahl richtete sich nicht nach sportlichen Kriterien, sondern nach ästhetischen Gesichtspunkten.

Wer aber gerne mehr Kilometer oder Höhenmeter „machen“ will, wird wohl keine Probleme haben, sich in der Gegend zu orientieren, sei es auf den verkehrsarmen, guten  Straßen oder auf den Wanderwegen durch den Wald. Wenn man sich allerdings fernab dieser ausgeschilderten Strecken bewegen möchte, sind Karte und Kompass wohl notwendig.

3.1. Wanderung um den Henthalhof

Diese ca. 8 km lange Wanderung bietet einen guten Überblick über die Umgebung von Otting. Dazu gehören auch schöne Fernblicke nach Otting, Wolferstadt und die Umgebung. Er führt über Feldwege und kleine Straßen durch Äcker und Wiesen. Vom Knaubenhof kommend, den Fußgängerweg vor der Hauptstraße nach links bis zur nächsten Straße gehen.

Dort links bergauf

Nach etwa 300 m, in der Nähe eines Kruzifixes, an der Kreuzung weiter bergauf.

Auf der anderen Seite der Anhöhe kommt an einem Bach wieder eine Wegkreuzung.

Hier halb links, am Bach entlang gehen.

Nach 500 m die Straße kreuzen und weiter auf dem Feldweg bergauf gehen.

Auf Höhe des Henthalhofes, den man bald rechts liegen lässt, tauchen unvermittelt Flusskiese auf dem Acker links des Weges auf - Zeugen eines ehemaligen, wasserreichen Flusses. Rechts des Weges liegen immer wieder Feuersteine und kantige Kalksteine, z.T. mit Fossilien in dem lehmigen Acker, an dessen oberen Rand auch größere Blöcke liegen, die vom Nördlinger Ries aus bei dem Meteoriteneinschlag hier hergeschleudert worden sein müssen, da sie hier nicht anstehen

Der Weg geht weiter bergauf, am Waldrand entlang, durch eine Links- und eine Rechtskurve, um dann in einer flachen Mulde auf einen anderen Feldweg zu münden.

Dort rechts bergauf gehen. Dieser Weg läuft rund 1 km lang entlang der Gemeindegrenze fast geradeaus. Dabei hat man einen weiten Blick nach Osten.

Danach quert der Weg einen kleinen Waldstreifen, hinter dem die Aussicht nach Norden, Richtung Wolferstadt frei wird. Am nächsten Feldweg rechts abbiegen.

Der Weg endet nach 500 m auf der Straße nach Wolferstadt.

Dieser nach rechts durch den Wald folgen. Nach 400 m ist der Weiler Dattenbrunn erreicht, der in einer langgestreckten Kurve liegt.

Am Ende dieser Kurve quert in einer Mulde ein kleiner Bach. Vor diesem Bach nach links in den Feldweg einbiegen. Nun geht es über einen km am linken Bachufer entlang.

An der Einmündung eines anderen Baches an der nächsten Wegkreuzung rechts bergauf gehen, an der Sendeanlage vorbei.

An der nächsten Gabelung halb links ins Dorf hinab.

Die nächste Straße nach rechts führt in einer Kurve auf die Kirche zu, vor der ein Fußweg nach rechts abzweigt.

Von diesem geht nach 300 m rechts die Frühlingsstraße mit dem Knaubenhof ab

3.2. Wanderung über die  Pumperhöhle und den Weiher am Pavillon

Dieser etwa 10 km lange Rundweg führt zunächst über die Felder am Rand von Otting, dann auf der anderen Seite der Eisenbahnlinie in den Wald hinein zu zwei schönen großen Wiesen mitten im Wald, anschließend zur Pumperhöhle (1 Stunde)  und über Wirtschaftswege zur Schutzhütte „Pavillon“ mit Weiher (1/2 Stunde). Von dort aus zurück über den ausgeschilderten Radweg „R1“ Monheim- Wemding nach Otting ( ¾ Stunde).Den Knaubenhof über die Frühlingsstraße verlassen.

Vor dem Möhrenbach (also vor der Hauptstraße) links über den Fußweg an der Kirche vorbei. Nächste Straße links, die nächste Straße wieder links bergauf gehen bis zum Ortsrand.

Dort auf dem Feldweg nach rechts.

Nach etwa 1 km kommt kurz nach der Brücke über den Hentelgraben eine Wegkreuzung, an der wir rechts bis zur Hauptstraße gehen. Dieser etwa 200 m nach links folgen, dann durch die Eisenbahnunterführung.

Dahinter geradeaus, im rechten Winkel zur Eisenbahnlinie, auf dem Feldweg dem Bach bergauf folgen. Nach 300 m halb links in den Waldweg einbiegen, der auf der linken Seite des Baches, etwas oberhalb verläuft. Nach 300m endet dieser Weg auf einer mehrere Hektar großen Wiese inmitten des dichten Nadelwaldes.

Geht man auf der Wiese am linken Rand bis zum Ende, dann trifft man dort wieder auf einen Waldweg, der geradeaus weitergeht und nach ca. 300 m wieder auf einer großen Wiese endet. An deren gegenüberliegenden Seite befindet sich die Pumperhöhle in einem kleinen Wäldchen.

Vorsicht am Höhleneingang, besonders mit Kindern! Der Zugang zu den breiten senkrechten Höhlenöffnungen, in die ein Bach hineinfließt, ist felsig, lehmig und extrem rutschig!

Der Einstieg in die Höhle erfolgt durch ein etwa 2 m breites und ebenso tiefes Loch im Gewölbe der Höhle. Der Ausstieg ist ohne Hilfsmittel nicht möglich!

Nordwestlich der Wiese befindet sich im Wald ein kleiner Bach, der aus einem Drainagerohr am Fuß einer benachbarten Mähwiese gespeist wird. 200 m nördlich der Höhle liegt neben dieser Wiese der „Opferstein“, eine ungewöhnlich geformte, bis etwa 3 m hohe, felsige, überwachsene Geländekuppe aus Kalkstein im Fichtenforst.

Folgt man dem Talverlauf links neben der Höhle aufwärts auf dem Feldweg, dann kommt man an Wiesen und Waldflächen vorbei nach knapp 1 km an eine Waldwegkreuzung. Geht man hier rechts auf diesem kurvigen Weg bis zum Ende nach etwa 1,3 km und dann zweimal kurz hintereinander links, so erreicht man nach weiteren etwa 800 m die Schutzhütte („Pavillon“), an der sich fünf Wege kreuzen.

An der ruhig gelegenen Schutzhütte mitten im Wald steht ein Tisch mit Bänken. Daneben liegt ein flacher Weiher, an dem man z.B. Insekten und Pflanzen beobachten kann.

Von hier aus kann man rechts auf dem markierten Radwanderweg (R1 von Monheim nach Wemding) nach Otting zurücklaufen. Dort auf der Hauptstraße links und nach 100 m wieder rechts zum Knaubenhof.

3.3. Rundweg über Steinbruch, „Reingrube“ und Burgweiher

Dieser etwa 5 km lange Weg führt u.a. in den verwilderten ehemaligen Steinbruch. Festes Schuhwerk ist hier zu empfehlen, da der Boden teils steinig, teils lehmig ist.

Den Fußgängerweg vor der Hauptstraße nach rechts bis zum Ende gehen, dort rechts. Nach 300 m  führt die Straße zwischen Schlossgarten und Schloßekapelle hindurch bergauf. 300 m weiter geht halb links hinter einer Schranke mit Kette ein Fahrweg bergab in den Steinbruch, der in diesem vorderen Teil völlig zugewachsen ist. Nur ein Fahrweg führt durch diese nasse Wildnis von Weidenbüschen und Teichen in den hinteren, nordwestlichen Bereich. Dieser ist teils trocken, teils ebenfalls mit Vernässungen mit undurchdringlichem Weidengestrüpp durchsetzt.

Wenn man auf dem Fahrweg bleibt, der sich hier verzweigt, kommt man linkerhand trockenen Fußes an die ca. 6 m hohe, offene Felswand im Nordwesten des Steinbruchs.

Hier steht noch das abgebaute Gestein an: es ist der Suevit, früher auch Schwabenstein oder Ottinger Trass genannt, der wie eine vulkanische Asche aussieht und aus teilweise aufgeschmolzenen und in der Luft erstarrten Auswurfmassen des Meteoriteneinschlags ins Nördlinger Ries vor 15 Millionen Jahren besteht.

Der Suevit ist aufgrund der zahlreichen Lufteinschlüsse sehr porös, daher leicht und gut isolierend - ein geschätzter und oft verwendeter Bau- Stein (auch im Knaubenhof). Er wurde als Steinquader für öffentliche Bauten bis nach Berlin und München transportiert.

Die Dorfchronik zeigt ein Foto amerikanischer Astronauten im Steinbruch, die sich hier zur Vorbereitung auf ihre Mondlandung dieses Gestein anschauten.

1977 fanden Geologen hier ein Hochdruckmineral, das nicht bei Vulkanausbrüchen, wohl aber beim Meteoritenaufprall entsteht. Dies war der „endgültige“ Beweis für die Ries- Entstehung durch einen Meteoriteneinschlag.

Am Nordrand des Steinbruches verläuft ein Feldweg, auf dem man nach links wieder zu einer Wegekreuzung kommt. Hier links abbiegen. Nach wenigen Metern taucht rechts auf dem Feld eine Geländevertiefung auf:

Der Ponor „Reingrube“ ist eine 8 m tiefe, trichterförmige Hohlform, in die ein Bach mündet, der 15 km nördlich bei Treuchtlingen wieder zu Tage treten soll. An seinen Böschungen kann man manchmal an den Lehmablagerungen auf den Pflanzen noch den höchsten Wasserstand beim letzten Starkregen erkennen.

(200 m westlich davon, am Waldrand, liegt eine oft wassergefüllte Doline.)

Auf dem Feldweg weiter Richtung Süden gehen bis zum Burgweiher. Dort dem Feldweg bergab, um den Schlossteich herum, folgen, der auf die Straße mündet. Hier rechts abbiegen, nach 300 m, vor der Hauptstraße, nach links in den Fußweg bis zur Frühlingsstraße mit dem Knaubenhof.

4. Radtouren vom Knaubenhof aus

4.1. Radtour ins Ries mit Baggersee, Aussichtsberg und Badeteich

Diese 38 km lange Rundfahrt für warme Sommertage führt zunächst zum Baggersee, dann zum Aussichtsberg Mähhorn, zum Badeteich an der Olachmühle und zurück über Fünfstetten.

Dabei geht es meist über Feldwege, Waldwege und wenig befahrene Nebenstraßen. Relativ wenig Steigungen, daher auch ohne Gangschaltung befahrbar. Breitere Reifen vorteilhaft, da z.T. Schotter.

Vom Knaubenhof zur Hauptstraße rollen und dort rechts bis zur nächsten Kreuzung fahren. Hier nach links in die Monheimer Straße einbiegen. Hinter dem Sportplatz in der Linkskurve nach rechts in den Feldweg abbiegen, der etwa 1 km lang dem Möhrenbach in westlicher Richtung folgt.

Am Ende der Baumreihe dem Schotterweg nach rechts folgen, nächste Möglichkeit wieder links fahren. Nach weiteren 700 m, am Ende eines Wäldchens, nach links abbiegen, eine kleine Anhöhe hinauf, bis zur Straße. Diese überqueren und in Heidmersbrunn die erste Straße nach rechts bergab in Richtung Lommersheim fahren.

Nach 2 km links bergauf in die asphaltierte Straße Richtung Lommersheim abknicken. Nach 400 m in Feldweg nach links abbiegen. An der nächsten Weggabelung, unter zwei großen Eichen, nach rechts fahren. Auf der Anhöhe angekommen, knicken wir nach links ab in die Asphaltstraße, die bergab zur Hauptstraße führt. Dort links fahren und nach 100 m rechts in den Waldweg hinein. Nach weiteren 100 m wieder rechts und den nächsten Waldweg wieder links abbiegen.

Nun geht es immer steiler bergab an Kalkfelsen entlang in

km 15 das tief eingeschnittene, wildromantische, bewaldete Tal der Schwalb mit ihrem glasklaren Wasser, das auf felsigem Grund dem Nördlinger Ries zueilt.

An der nächsten Brücke weiter auf dem Waldweg bleiben, der das Tal nach links verlässt und auf einen anderen Waldweg mündet. Hier rechts dem Weg zunächst geradeaus, dann durch eine Linkskurve und anschließende Rechtskurve bis zur nächsten Straße folgen. Diese an einer Fabrikanlage überqueren und den Asphaltweg am Kiefernwald entlang fahren. An der

2. Kreuzung am Parkplatzschild 30 m nach rechts und gegenüber der Sandgrubeneinfahrt links über eine Wiese zum Baggersee (50m).

km 19 Dieser Baggersee hat zum Teil sehr flache, sandige Ufer, so dass auch kleine Kinder hier gut spielen können. Danach geht es weiter auf das Mähhorn, einen sehr schönen Aussichtsberg.

Über die Asphaltstraße am Waldrand zurückfahren bis zur 1. Kreuzung. Dort rechts über den asphaltierten Feldweg nach Gosheim fahren. Am Ende dieses Weges auf der Hauptstraße nach rechts abbiegen und ihr durch den Ort folgen. Nach einer Linkskurve am Schloss nach rechts in eine kleine Straße reinfahren, die nächste rechts und anschließend links auf einem asphaltierten Feldweg bergauf fahren, dem Waldrand entgegen.

Auf der ersten Anhöhe angekommen, lohnt es sich, dem Stichweg nach rechts zum Abhang zu folgen und eine erste Aussicht zu genießen. Anschließend wieder weiter bergauf fahren (oder schieben), schließlich am Waldrand entlang, Richtung Süden und auf gleicher Höhe bleibend. (Der Weg setzt teilweise aus.) Immer am Waldrand entlang fahren, bis ein neuer Weg auftaucht, der nach links bergauf weiter dem Waldrand folgt und nach etwa 100 m, kurz vor einer Anhöhe , im weiten Bogen nach rechts abbiegt ( eigentlich nur eine Fahrspur in der Wiese ). Diesem Weg, der unmittelbar auf das Mähhorn zu führt, noch etwa 200 m weit folgen. Von hier aus sind es nur noch wenige Schritte bergauf bis zum Gipfel.

km 24 Das fast baum- und strauchlose, kegelförmige Mähhorn bietet mit seinen 538 m einen schönen Panoramablick über den 120 m niedriger gelegenen Meteoritenkrater des Nördlinger Rieses bis zu der markanten, stufenförmigen Erhebung des Ipf ( bei Bopfingen) an seinem Westrand.

Wenn die Augen sich sattgesehen haben, geht es weiter zum Badeteich an der Olachmühle.

Den Gipfel in südlicher Richtung verlassen. Ein Feldweg führt am Fuß des Südhanges in südwestlicher Richtung bergab zur nächsten Straße. Auf dieser nach links fahren, an einem schönen Eichen- Buchen- Wald entlang. Kurz nach dessen Ende geht ein Feldweg nach links, an der Olachmühle vorbei, zu dem aufgestauten Teich.

km 27 Der Badeteich, auch Silbersee genannt, ist etwa 30 m mal 30 m groß und wird von zwei Bächen gespeist. Er hat kühles, klares Wasser und  liegt in einer flachen Wiesenmulde in ruhiger Lage, 500 m von der Olachmühle und der nächsten öffentlichen Straße entfernt. Das Ufer wird teilweise von einem Schilfgürtel und teils von einer Wiese gesäumt, auf der es auch einen Baum (Schatten!) gibt.

Der Rückweg zum Knaubenhof führt über den Feldweg oberhalb des südöstlichen Ufers (hinter einer Baumreihe versteckt) nach Nordosten. Nach etwa 800 m mündet er auf den asphaltierten Feldweg, der nach links das Tal in einer S- Kurve kreuzt.

Auf dem gegenüberliegenden Hang geht es zunächst steil hoch, dann flacher. An dieser Stelle biegen wir rechts in den Feldweg, der auf stets gleicher Höhe geradeaus, an einem Wald entlang, nach etwa 2 km (hinter einer Unterführung) den Ortsrand von Fünfstetten erreicht.

An der Kirche an der Einmündung auf die Hauptstraße fahren wir links in den Ort hinein. Nach 300 m, am Dorfanger, folgen wir dem Schild in Richtung Otting nach rechts.

1 km hinter dem Dorfende, nachdem die Straße eine Böschung durchschnitten hat, biegt nach rechts ein Feldweg ab, der- nach 200 m an einer Kreuzung mit Gebüsch halb rechts weiter - auf den Bahndamm zuläuft und diesem dann nach links folgt, bis er nach 2 km an der Hauptstraße von Monheim nach Wemding endet.

Hier gibt es dann zwei Möglichkeiten: entweder auf der Hauptstraße bis zur nächsten Abbiegung (1 km) nach links fahren und dann nach rechts in Richtung Otting den Schildern folgen oder der Hauptstraße rechts über die Eisenbahnbrücke folgen und unmittelbar dahinter links in den Feldweg an der Eisenbahnstrecke entlang bergab durch den Wald fahren, an einem einsam gelegenen Haus vorbei, und nach 1 km durch eine Unterführung die Bahnstrecke  kreuzen. Von hier aus nach rechts der Straße nach Otting folgen. In Otting an der Hauptstraße rechts fahren. Die nächste Straße links (Frühlingsstraße) führt zum Knaubenhof  zurück.

4.2 Für prähistorisch Interessierte: mit dem Rad auf den Spuren der Kelten

Dieser ca. 40 km lange Rundweg für sportliche Interessenten der Frühgeschichte führt zu sieben prähistorischen, meist keltischen Fundstädten in der Umgebung: vier rechteckige Schanzenanlagen und drei Grabhügelfelder. Die meisten Orte sind mit Informationstafeln ausgestattet, die uns die Welt der Kelten etwas greifbarer machen.

( Wer nicht weiß, ob ihn diese Stätten so sehr interessieren, kann sich zunächst die Keltenschanze mit Grabhügeln nördlich von Otting anschauen...)

Da die Strecke meist über Feld- und Waldwege oder wenig befahrene Straßen und durch reizvolle Landschaften führt, ist sie auch für sportliche Naturgenießer als Tagesausflug geeignet.

Die Fahrräder sollten bequem sein und über breite Reifen und eine Gangschaltung verfügen, denn es geht oft über schlecht oder gar nicht befestigte Wege über Berg und Tal, - ein Rennrad oder Hollandrad ist hierfür nicht geeignet.

Einkehrmöglichkeiten gibt es etwa auf halber Strecke in Ried und Kölburg.

Die Frühlingsstraße, an der der Knaubenhof liegt, mündet auf die Hauptstraße von Otting.

Auf dieser fahren wir nach links, in nördlicher Richtung. Dabei folgen wir dem Möhrenbach bergab.

Nach 3 km knickt die Straße nach rechts durch eine Eisenbahnunterführung nach Weilheim ab.

In Weilheim kurz vor der Kirche (in der ein römischer Grabstein liegt) rechts in den Rehauer Weg einbiegen, an der nächsten Gabelung nach ca. 200 m links bergauf und dann immer geradeaus in Richtung Rothenberg.

Ca. 500 m vor Rothenberg quert die Straße eine Hochspannungsleitung. Kurz danach knickt an einem Kruzifix nach links ein Feldweg ab, dem wir bis in die Mitte des Wäldchens folgen, um dort wieder nach links in einen unbefestigten, lehmigen Waldweg einzubiegen, dem wir, zunächst eine kleine Asphaltstraße querend, bis zur Bundesstraße 2 folgen.

Die B 2 überqueren und der kleinen Verbindungsstraße nach Wittesheim durch den Wald folgen. Am Ende der ersten landwirtschaftlichen Fläche, auf einem schmalen Rücken, liegt am rechten Straßenrand in einer kleinen Schonung die

 km 8  „spätkeltische Viereckschanze in der Flur Schlägele“. Außer durch die Infotafel am Straßenrand kann man von der nur teilweise erhaltenen Anlage nicht viel erkennen. Da sie aber von offenen landwirtschaftlichen Flächen umgeben ist, kann man zumindest die Lage der Schanze in ihrer Umgebung nachvollziehen.

weiter auf der Straße nach Wittesheim bergab durch Wald. Nach ca. 1 km knickt nach rechts ein befestigter Weg in den Wald ab, der mit einem kleinen Plastikschild als „Wanderweg 1“ markiert ist und rasch bergauf führt.

Nach etwa 1 km nach links in den befestigten Waldweg (weiter „Wanderweg 1“) abbiegen, der direkt auf das nächste Ziel zusteuert und es nach ca. 500 m durchquert.

An der nächsten Weggabelung steht eine Infotafel:

km 11 Die „keltische Viereckschanze am Burggraben“  misst 95 m * 150 m .

Sie besteht aus einem umlaufenden Erdwall von 1, 50 m Höhe und einem ebenso tiefen Graben an der Außenseite. Die recht gut erhaltene Anlage ist teils mit hohen Fichten, teils mit jungen Buchen bepflanzt.

Es soll sich um einen „heiligen Bezirk“ für Opferhandlungen aus der Latène- Zeit (150- 50 v.Chr.) handeln, der - zumindest ursprünglich - weder besiedelt war, noch als Wehranlage diente.

Eventuell wurden ähnliche Anlagen aber zumindest in der Spätphase als hervorgehobene Bauernhöfe genutzt, wie Funde an ähnlichen Objekten nahe legen.

Dem Weg in der ursprünglichen Richtung (nach Osten)  weiter folgen. Nach 20 m rechts in einen anderen Waldweg abbiegen. Dieser erreicht nach rund 500 m, an der nächsten Gabelung, auf der rechten Wegesseite, eine Infotafel zum

km 12  „Grabhügelfeld im Mahdschlag“.

Es besteht aus angeblich etwa 30 Hügeln aus der Hallstatt- Zeit (750- 450 v.Chr.), die teils zerstört und teils ausgegraben wurden. Ihre Breite schwankt zwischen wenigen Metern und bis zu 100 m.

Da das Gelände dicht bewachsen ist, kann man zunächst nicht viel erkennen, das Feld erstreckt sich aber einige hundert Meter Richtung Nordwesten entlang des Weges.

Wir biegen an dieser Gabelung nach links (Richtung Südosten) ab.

Der Weg führt bergab und mündet nach ca. 600m auf eine Straße, auf der wir nach rechts fahren bis in den nächsten Talgrund (nach etwa 500 m). Hier links in den zunächst asphaltierten Feldweg am Hangfuß einbiegen.

Nach 800 m liegt am Waldrand ein aufgelassener Steinbruch. Hier steht ein dünnblättriger Kalk an,  der bei der leichtesten Berührung in millimeterdünne Scheiben zerfällt.

Nach weiteren 300 m auf dem Hangfußweg durch den Weihergraben findet man am linken Straßenrand in einer Sandgrube mit steiler Böschung schwarze Lydit- Kieselschiefer- Gerölle, die einst ein Fluss aus dem Fichtelgebirge über mehrerer hundert km hierhin transportiert haben muss, da sie andernorts nicht anstehen.

Nach weiteren 100 m macht der Hangfußweg einen rechtwinkligen Knick nach rechts.

In dieser Kurve zweigen zwei Wege den Berg hinauf ab. Folgt man dem zweiten, dann sollte man rechterhand kurz vor der Kuppe das

 km 16  Grabhügelfeld in der Flur Weidenstarren erreichen. Es existiert aber weder eine Infotafel, noch ein empfehlenswerter Weg in diesen dichtbewachsenen, bewaldeten Westhang, so dass ein Besuch dieses Gräberfeldes mühsam wäre.

Wir fahren auf dem Hangfußweg weiter, der nach 600 m an einer Wacholderheide mit einzelnen Kiefern in das breite, wiesenreiche  Gailachtal mündet.

Hier fährt man rechts, nach 100 m wieder links und gleich darauf wieder rechts.

Dann geht es etwa 300 m weit flussaufwärts geradeaus,  bis der nächste Weg nach links abgeht.

Dieser biegt bald darauf nach rechts um und mündet schließlich auf die parallel verlaufende Straße. Hier muss man links einige Meter zurückfahren bis zur Straße nach Ried.

Dieser Straße rechts bergauf folgen.

Nach knapp 2 km erreicht man in einer S- Kurve nach einem Biergarten (Mittagspause?) den Dorfplatz mit Brunnen. Hier biegt man links ab. Nach 200 m, am südlichen Dorfrand, biegt man wieder nach links ab und kommt nach weiteren 300 m zu einer einzelne Scheune zu., kurz vor dem Waldrand.

Hier steht am rechten Wegesrand die Infotafel zur

km 20  „Wallanlage bei Ried“, die vermutlich, aufgrund des guten Erhaltungszustand der Böschungen und Gräben, in ihrer heutigen Form erst im Mittelalter errichtet worden sein soll, aber wohl älteren Ursprungs ist.

Der bis zu 5m hohe, mit dichtem Gebüsch bestandene Wall mit umlaufendem Graben umgibt ein ca. 4 Hektar großes Gelände, das heute als Acker genutzt wird. Am Ostrand geht es in dichten Wald über.

Weiter geht es über die Dorfstraße durch Ried, in der ursprünglichen Richtung, bergauf nach Westen bis zur Mündung auf die Straße von Kölburg nach Monheim, auf der wir nach links bergab durch Kölburg bis ins Usseltal fahren. Dort rechts, leicht bergauf. Nach 2 km kreuzen wir wieder die B 2 und folgen der Dorfstraße halbrechts durch Itzing bis zum Dorfende.

Dort, an einem Kruzifix, links bergauf fahren, an einem Fußballplatz vorbei. Auf dem nächsten Weg rechts in einer Kurve den Hang hinauf fahren. Auf dessen Kuppe angekommen, links in den Feldweg am Waldrand entlang einbiegen. Am Ende, wo der Weg auf den Wald stößt, 100 m weiter nach links fahren. Hier führt ein unbefestigter Waldweg nach rechts mitten durch das

km 29 „Grabhügelfeld im Rochusholz“. Die Grabhügel liegen verstreut, zum Teil offensichtlich aufgegraben, in einem ruhigen, lichten Fichtenforst.

Auf dem gleichen Weg zurück bis zur Asphaltstraße auf der Kuppe fahren. Dieser nach links bergab folgen. Nach 400 m durchquert der Weg ein kleines Tal und geht nach rechts weiter. Nach 200 m wendet er sich wieder links am Waldrand entlang bergauf.

Nach weiteren 300 m folgt der Weg dem Waldrand nach rechts und biegt nach nochmals rund 300 m, nach Durchquerung einer flachen Mulde, auf einer kleinen Anhöhe nach rechts in den Wald ab.

In einer S- Kurve folgt auf der linken Straßenseite nach  200 m die halb zugewucherte Hinweistafel auf die

km 32  „keltische Viereckschanze in der Flur Höfele“ bei Fünfstetten.

Diese komplett erhaltene, etwas kleinere Anlage von ca. 1/3 Hektar Größe besteht aus einem flachen umlaufenden Wall und einem ebensolchen Graben. Sie liegt ruhig in einem tiefen Wald und ist teils mit lichtem Fichtenforst, teils mit einer Buchenschonung bedeckt.

Der Rückweg zum Knaubenhof führt zunächst zurück zum Waldrand, dort 150 m weit links, dann rechts auf dem Feldweg bergauf. Nach 350 m wieder nach rechts in einen Feldweg abbiegen, der am Fuß zweier Hügel entlang nach 1,2 km auf die Straße von Flotzheim nach Fünfstetten mündet.

Hier links in Richtung Fünfstetten bis zur Eisenbahnbrücke fahren, unmittelbar vor dieser scharf nach rechts abbiegen und auf der Asphaltstraße entlang des Bahndamms fahren. Nach 1 km wird die nach rechts abknickende Museumseisenbahn nach Flotzheim unterquert und nach weiteren 1, 3  km entlang des Bahndamms erreichen wir den Ortsrand von Nußbühl.

Wir folgen der Straße geradeaus in einer Kurve durch den Ort bergauf, lassen dabei die Kirche rechts liegen und verlassen so das Dorf in Richtung Monheim.

Nach 1 km endet die Straße. Wir biegen nach links ab in den Feldweg, der  zunächst parallel zur Straße verläuft, an der Eisenbahnbrücke aber nach rechts abbiegt, nach 500 m ein einsames Anwesen passiert, dann durch den Wald am Bahndamm entlang führt, diesen nach etwa 1 km unterquert und auf die Straße nach Otting mündet, der wir nach rechts folgen.

In Otting angekommen, auf der Hauptstraße wieder rechts abbiegen und nach wenigen hundert Metern taucht links die Frühlingsstraße mit dem Knaubenhof auf.

Wer mehr über die Kelten erfahren möchte: Keltenmuseum in Thalmässing, 40 km nordöstlich von Treuchtlingen. Hier gibt es auch einen 16 km langen archäologischen Wanderweg.